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Junioren-/U23-Weltmeisterschaft Canoe Slalom Extreme in Krakau/ Polen

ICF-Junioren- &U23-Weltmeisterschaften im Kanuslalom

Junioren-/U23-Weltmeisterschaft Canoe Slalom Extreme in Krakau/ Polen

In der vergangenen Woche fanden in Krakau die ICF-Junioren- &U23-Weltmeisterschaften im Kanuslalom statt. Mehr als 400 Athleten aus über 50 Ländern kämpften um die begehrten Medaillen. Frankreich und Tschechien dominierten die traditionellen Disziplinen K1, C1 und C2. Team Deutschland errang dabei eine Einzel- und drei Mannschaftsmedaillen. 

In der noch jungen aufstrebenden Disziplin Canoe Slalom Extreme - eine attraktive und spannende Sportart mit wachsender Beliebtheit bei Sportlern und Zuschauern - waren am Sonntag 150 Sportler aus 36 Nationen bei der Austragung der Weltmeisterschaft am Start. Eine enorme Steigerung im Vergleich zu der letztjährigen WM. Für Deutschland gingen sechs Sportler ins Rennen. Unter ihnen der Deutsche Vizemeister Jakob Hein vom Bamberger Faltboot-Club e.V. Sein erster internationaler Wettkampf in dieser Disziplin.

Gestartet wird von einer ca. vier Meter hohen Rampe. Auf der Strecke müssen fünf Abwärtstore, eine Eskimorolle und zwei Aufwärtstore fehlerfrei absolviert werden. Im Gegensatz zum traditionellen Slalom gibt es keine Zeitstrafen, sondern der Sportler wird bei Fehlern und Regelverstößen disqualifiziert. Im Zeitrennen sicherte sich Jakob Hein mit einem couragierten Lauf den achten Platz von insgesamt 37 Startern, eine gute Ausgangsposition für die folgenden Head-to-Head-Rennen im K.O.-System.

Das Teilnehmerfeld war unter anderem mit Finalisten und Medaillengewinnern der Kanuslalom-WM stark besetzt.

Im Achtelfinale, dem ersten Head-to-Head-Lauf, setzte sich Jakob Hein souverän von Beginn an an die Spitze des Feldes. Damit entging er dem zeitraubenden Gerangel seiner drei Verfolger und konnte zum Schluss sogar kräftesparend über die Ziellinie fahren.

Im Viertelfinale lag das Feld enger zusammen. Bootskontakte blieben nicht aus. Im ersten Aufwärtstor versuchte Jakob Hein den führenden Briten Etienne Chappell aus dem Tor zu drängen. Das Manöver misslang, er musste das Tor sogar nochmal anfahren und fiel damit auf Rang 3 zurück. Diese Platzierung hätte das Aus bedeutet, aber Jakob kämpfte sich wieder heran. Beim Eskimotieren konnte er einen Platz gut machen und erreichte mit Platz 2 das Halbfinale.

Hier musste der BFC-Kanute wieder gegen den sehr schnellen Briten antreten, der von Anfang an in Führung lag. Dahinter lieferten sich ein schweizer und ein polnisches Boot mit Jakob Hein einen spannenden Kampf um den zweiten Platz, den der deutsche Sportler für sich entscheiden konnte. Der Einzug ins Finale war geschafft. Eine Medaille lag in greifbarer Nähe.

Im Finale fuhren der Brite Etienne Chappell, Jakub Krejci (Tschechien) Vizeweltmeister K1, Jakob Hein (Deutschland) und Egor Smirnov (Russland).

Die vier Athleten waren nahezu gleich auf. Etienne Chappell konnte sich wieder leicht absetzen. Dahinter kämpften die Sportler um die Silbermedaille. Im ersten Aufwärtstor rangen Jakob Hein und Jakub Krejci miteinander. Der Tscheche verpasste das Tor und wurde disqualifiziert. Jakob Hein verlor dabei wertvolle Zeit und Egor Smirnov konnte sich auf Rang 2 vorschieben. Jakob Hein versuchte mit kraftvollen Schlägen und einer schnellen Linie wieder an den russischen Sportler heranzukommen. Leider konnte er ihn nicht mehr abfangen und der Bamberger fuhr auf Rang 3 durchs Ziel. Jakob Hein gewinnt damit die Bronzemedaille der Canoe Slalom Extreme Weltmeisterschaft 2019 in der Altersklasse Junioren.

Ein unglaublicher Erfolg für den jungen Kanuten Jakob Hein, der jahrelang hart dafür gearbeitet hat.

Bericht: shein

Fotos: Philip Reichenbach